Weltspatzentag

18.03.2019:

Liebe Tierfreunde,
am
20.03.2019 feiern wir den Welttag der Spatzen.

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Unsere Sperlinge gehören zu den einheimischen Singvögeln.
Wir haben sie gern. Bleiben Sie uns doch das ganze Jahr treu und erfreuen uns mit ihrem Tschilpen. Auf Bahnhöfen und an Imbissständen hüpfen sie frech unter Bänken und Tischen umher und schauen nach verwertbaren Brotkrümeln. Aber auch auf Feldern, in Gärten und Parkanlagen halten sie sich gern auf, denn sie bevorzugen Samen von Gräsern und Getreide.

In Aufregung geratene Spatzenverbände verfallen in ein lautes Zetern, was in Verfolgungsflügen und Balgereien meist am Boden oder in einer Hecke endet. Jeder von uns hat das schon beobachtet.

Leider sind die Sperlingsbestände deutlich rückläufig, aber noch nicht gefährdet. Ursache für den Rückgang ist insbesondere ein geringeres Futterangebot.

In den Städten werden immer mehr Grünflächen versiegelt, auf den Dörfern hat die Kleintierhaltung abgenommen, die das Futterdeputat an Körnern früher gesichert hatte. Nicht in Deutschland, aber in großen Städten Mitteleuropas sind manche Gebiete schon nahezu spatzenfrei.

Jedenfalls sind wir glücklich, dass nicht unser Lieblingstier, die Katze, daran schuld ist, auch wenn Katzenhasser ihr das gern mal in die Fänge schieben. Insbesondere die abnehmende Menge an Insekten trägt jedoch mit dazu bei, dass die Aufzucht der Jungvögel immer schwieriger wird.

Wenn Gartenbesitzer keine Blattläuse mehr erdulden wollen, sie das Gras nicht zur Samenreife kommen lassen und keinen Komposthaufen mehr anlegen, werden sie auch bald auf das Gezwitscher der Spatzen verzichten müssen.

Das wäre aber doch schade, stimmts?

Wer mehr über unsere gefiederten Freunde erfahren möchte, kann sich z.B. hier und hier ausführlicher informieren.

Alles Gute, lieber Spatz!

Spatzenliebe

Ein kleiner Spatz sitzt auf dem Dach,
schaut traurig in die Welt.
Er blickt den anderen Spatzen nach,
hätt’ eine Gattin gern gewählt.

Doch keine Spätzin hat ihn lieb.
Er ist doch wunderschön!
Die Welt erscheint ihm grau und trüb.
Kein Spatz kann seinen Kummer seh’n.

Er fliegt zum nahen Eichenbaum,
versteckt sich in den Zweigen.
Hier träumt er stets denselben Traum,
die Liebste soll sich zeigen.

Da hört er’s schluchzen in dem Baum,
ein kummervolles Klagen.
Er ist hellwach, vorbei der Traum.
Soll nach dem Grund er fragen?

Versteckt, im dichten Eichenlaub
sitzt eine Spätzin in großer Not.
Sie ist für seine Fragen taub,
ein jämmerliches Bild sich bot.

Die Tränen laufen durchs Gesicht,
ihn sehen kann sie kaum.
Als endlich sie dann zu ihm spricht,
spricht sie von einem Traum.

Sie träumt, sie wär‘ ein Engelein,
mit Flügeln zart und weich.
Sie flög‘ dann in das Blau hinein,
grad in das Himmelsreich.

Dort angekommen bei dem Herrn,
in dieser Seligkeit,
da wacht sie auf und wär‘ doch gern
für diese Welt bereit.

Dort war es schön, ganz wunderbar
Es gab nur Liebe, Frieden, Glück
Die Engel sangen glockenklar.
Ich wollt‘ niemals mehr zurück.

Der Spatz macht seine Flügel breit
und sagt mit sanftem Ton:
Die Liebe und Glücksseligkeit,
die gibt’s auf Erden schon.

Du hast doch deine Flügel noch,
kannst fliegen in die Welt.
So wie ein Engel schwing‘ dich hoch,
weit in das Himmelszelt.

Lass uns zu zweit die Welt entdecken,
das Schöne sehn‘, das es hier gibt.
Ich möchte die Sehnsucht in dir wecken,
herauszufinden, wie man das Leben liebt.

Ganz unverhofft, man glaubt’s nicht mehr,
wird dir das Glück geschenkt.
Dann nimm es an und freu dich sehr,
das Schicksal hat es gut gelenkt.

Autorin: Undine Miatke