Zum Tag des Mischlingshundes am 31.07.2019

An alle Tierfreunde, die Hundebesitzer werden wollen!
Mischlinge sind Hunde, deren Eltern nicht derselben oder keiner Rasse angehören. „Promenadenmischung“ werden sie auch scherzhaft genannt.
Unglücklicherweise klingt der Name „Mischling“ eher negativ für diese Gruppe schöner und vielfältiger Hunde. Sie sind aber inzwischen in Deutschland die beliebteste Hunde“rasse“.
Wenn wir Tierfreunden, die sich einen Hund anschaffen möchten, raten dürften, würden wir ihnen einen Mischling empfehlen.
Ein wahrer Tierfreund wird nicht das Aussehen seines Hundes in den Vordergrund stellen. Es ist auch Geschmackssache, ob man Rassetiere mag oder Mixe. Er wird aber erleben, dass ein ursprünglich vernachlässigtes oder verlassenes Tier eine größere Liebe und Dankbarkeit zu seinem neuen Besitzer entwickeln kann als ein Tier von einem Züchter.
Unsere Tierheime sind voll von Mischlingshunden, die keine Herrchen oder Frauchen mehr haben. Ihr Anteil ist überdurchschnittlich groß. Jeder Rassehund, der irgendwo gezüchtet und verkauft wird, verlängert durch seine bloße Existenz das Ausharren eines Hundes im Tierheim auf unbestimmte Zeit.
Bei Rassehunden sind zwar z.B. Temperament und Verhalten sehr vorhersehbar. Ein Nachteil ist aber auch, dass durch gezielte Züchtungen viele Rassen unter Erbkrankheiten leiden. Mischlinge weisen solche Nachteile nicht auf. Sie neigen sogar zu einer längeren Lebensdauer, so dass Sie Ihren geliebten Hund einige Zeit länger bei sich hätten.
Ebenso wie reinrassige Hunde können Mischlinge eine tolle Ergänzung zu Ihrem Familienleben sein, da die meisten ein ruhiges und liebevolles Gemüt besitzen. Ein Mischling kann die perfekte Wahl für jede Familie sein, wenn man wichtige Hinweise zur Art des Temperaments erhält.
Die Pfleger im Tierheim versuchen zwar, den Aufenthalt ihrer Schützlinge so angenehm wie möglich zu gestalten. Es ist jedoch unter Tierheimbedingungen nicht durchsetzbar, jedem einzelnen Vierbeiner den Auslauf und die Aufmerksamkeit zu geben, die er verdient. Sie werden Ihnen einen Hund vermitteln, der zu Ihnen passt. Sie können über Wesen und Charakter ihrer Schützlinge informieren und sie sind daran interessiert, dass sich die Hunde in ihrem neuen Zuhause gut einleben können. Sie bieten an, dass man sich genügend Zeit nimmt, um das neue Familienmitglied ausführlich kennenzulernen.
Nicht zuletzt kann der Kauf eines Rassehundes bei einem Züchter sehr teuer werden, ebenso die späteren tierärztlichen Behandlungen. Tierheime verlangen lediglich eine Schutzgebühr, die komplett den anderen Tierheimbewohnern zugute kommt.
Unser Appell daher an alle Hundefreunde:
Suchen Sie sich einen Mischling, mit dem Sie dann ein einmaliges, einzigartiges Tier besitzen. Verbinden Sie Ihr Vorhaben mit der Rettung eines Hundes, der sehr wahrscheinlich einen traurigen Lebensweg hinter sich hat.

Diese Slideshow erfordert aktiviertes JavaScript.

Der Hund im Tierheim!
Schweigend steh ich da, erschüttert,
vor den Boxen, engmaschig vergittert.

Ein alter Hund mit weißem Bart,
die Flanken eingefallen, dünn behaart,
schaut mich mit leeren Augen an:
„Du hilfst mir auch nicht, fremder Mann!

Spar dir dein trauriges Gesicht,
dein Mitleid, nein, das brauch ich nicht!
Denn Du erinnerst mich daran, dass alle Liebe, die ich hab,
umsonst ich einem Menschen gab.

Doch wenn er käm, holt’ mich nach Haus,
wie anders säh’ die Welt dann aus.
Mein ganzes Herz wär wieder sein,
warum nur ließ er mich allein?

Geh endlich weiter, fremder Mann,
denn Du erinnerst mich daran,
dass alles hätte ich gegeben,
für Deinen Bruder- selbst mein Leben.

Spar Dir Dein trauriges Gesicht.
Dein Mitleid, nein, das brauch ich nicht.
Geh weiter oder wag den Schritt,
hab Erbarmen, nimm mich mit.

(Autor unbekannt)