Kolonie Schwarze Elster


Hallo,

wir sind die Katzen von der Kolonie „Schwarze Elster“! Wir leben am linken Ufer dieses schönen Flusses, an dessen Dämmen es unzählige Mauselöcher gibt, vor denen es sich lohnt zu warten. Schon unsere Vorfahren siedelten sich hier an, weil hier nicht nur Wasser, sondern auch Milch floss. Doch von diesen Zeiten träumen nur noch wenige von uns. Die meisten wurden erst geboren, als die Milchkühe bereits umgezogen waren und die Gebäude für Dinge genutzt werden, die uns nicht interessieren.
Etwas Gutes für uns sprang jedoch bei der Umprofilierung des Betriebes heraus: wir dürfen jetzt einen ungenutzten Stall bewohnen und die Produktionsarbeiter, alles sehr verträgliche Leute, lassen uns und unsere 4 Notunterkünfte in Ruhe.Gefüttert werden wir, d.h. auch unsere Eltern und Großeltern, schon seit ca. 20 Jahren. Anfangs waren wir ein kleiner, überschaubarer Trupp. Essen auf Rädern kam täglich, ein Dach über dem Kopf war auch immer da und so konnten wir unsere vermeintliche Freiheit nach Herzenslust genießen, jagen, miteinander spielen, Kämpfe austragen und uns lieben. Doch der Katzenjammer folgte auf der Pfote: wir wurden immer mehr und nun platzt unsere Kolonie aus allen Nähten.
LogoUnser guter Geist, Frau M. vom Tierschutz, die aus dem nahen Dorf kommt, schafft es nicht mehr, alle hungrigen Mäuler zu stopfen. Sie ist 72 Jahre alt und serviert uns das 2. Frühstück und das Abendbrot pünktlich und immer auf sauberen Tellern. Um die anderen Mahlzeiten haben wir uns selbst zu kümmern. Sie hat für uns Schutzhütten gegen Wind und Wetter bauen lassen und sie sieht täglich nach, ob jemandem von uns ein Unglück zugestoßen ist. Sie kennt uns alle zur Genüge, hat uns gesund und am Leben erhalten und verdient es, dass wir uns zurücknehmen. Wir werden uns jetzt alle kastrieren lassen!
Die Senftenberger Tierhilfe hatte damit schon vor Jahren begonnen, doch dann ging ihnen das Geld aus. Die 7 Kumpels, die schon unterm Messer waren, sehen alle topp aus. Sie haben seither den Vorzug und dürfen auf dem Vierseitenhof von Frau M. leben. Na gut, das können wir uns abschminken, dafür sind wir zu viele. Aber wir haben eine andere Chance, die auch nicht von schlechten Eltern ist: Wir sollen Paten bekommen! 24 Samtpfoten sind wir insgesamt. Die Senftenberger, so wurde uns erzählt, geben nicht auf und so kann es passieren, dass schon im nächsten Frühling unsere Mädels ihre Ruhe haben, weil unseren Jungs eine Kleinigkeit fehlt.
Dann gibt es bestimmt öfter Hühnchen und anderes selbst Gekochtes, das wäre traumhaft schön. Wenn es dann noch gelingen würde, Neuzugänge zu unterbinden, wäre unsere kleine Katzenwelt in Ordnung. Nicht, dass wir junge Kätzchen nicht mögen. Sie sind immer niedlich anzusehen, deshalb verstehen wir es ja auch nicht, dass man sie auf Nachbarhöfen nicht mehr haben will und sie bei Nacht und Nebel bei uns einfach ablädt..

Wir grüßen jedenfalls alle Paten und die, die es noch werden wollen! Wir bedanken uns im voraus, dass sie monatlich oder hin und wieder einen Geldbetrag spenden und ansonsten damit zufrieden sind, uns aus der Ferne anzuschauen und sich nach unserem Wohlergehen zu erkundigen. So nach und nach lassen wir es dann selbstverständlich zu, dass man richtige Porträts von uns macht und verschickt. Wir Fellnasen halten noch viel von Vertrauen und Dankbarkeit.

Miau, die Katzen der Kolonie „Schwarze Elster“.


Fridolin

Honey Moon

Puma

Sammy

Jupiter

Tiger

Paulchen

Dagon

Marie-Lou

Mohrchen

Daisy

Lena

Amy

Miezchen

Lucy

Lillit

Jo-Jo

Sam

Trixi

Ugur

Yoko

Lilly

Esperanza

Pumuckel

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