Ludwig

16.01.07:

Logo„Hallo!

Ich heiße jetzt Ludwig. Ich möchte mich noch einmal bei Ihnen melden und mich bedanken, dass Sie mich in die Lausitzer Rundschau gestellt haben. So habe ich mein neues Zuhause gefunden und bin sehr glücklich.
Auch meine Frauchen haben mich sehr gerne, auch wenn ich noch recht viele Dummheiten mache. Mein Lieblingsspiel ist es, alles von den Schränken zu schmeißen. Dabei ist auch eine Kristallvase kaputt gegangen, aber ich wusste ja nicht, dass Glas nicht zum Runterschmeißen ist. Meine Frauchen sagen, ich sei ein richtiger Räuberhauptmann.
Ich bin schon mächtig gewachsen, wiege mehr als 9 Pfund und verstehe mich mit den andern Katzen hier im Haus sehr gut. Wir spielen und schlafen zusammen, nur Katze Frieda, die älteste hier, ist manchmal ruppig mit mir. Dann gehe ich ihr aus dem Weg, Platz haben wir ja genug dafür, oder ich knurre zurück und hebe auch mal die Pfote gegen sie.
Vorige Woche war ich richtig krank, ich habe gebrochen, hatte Durchfall, über 40 Grad Fieber, habe gejammert und konnte weder trinken noch fressen.

Meine Frauchen wissen nicht, ob ich den toten Vogel, den ich nach dem letzten Sturm im Garten fand, gefressen habe. Sie haben mich zum Tierarzt gebracht. Der gab mir Spritzen und eine Infusion. Nun geht es mir wieder gut und ich bin zu allen Dummheiten bereit...

Ich wünsche Ihnen und dem Tierschutz in Senftenberg noch alles Gute für die letzten elfeinhalb Monate in 2007.
Viele Grüße auch von meinen Frauchens!

Ihr Ludwig aus Schwarzheide“

„Ludwigs Geschichte“:

Am 17.08.06 lief in Senftenberg ein 3-4 Monate altes Katerchen, grau getigert mit weißem Mäulchen, zahm, anschmiegsam und vertrauensselig, den Passanten hinterher. Es wurde von Tierschützern aufgenommen und bis auf weiteres versorgt.

Doch bereits am 19.8. sollte sein junges Leben ausgelöscht werden.

Ein gewissenloser und feiger Mensch schoss auf das unschuldige Wesen und verletzte es schwer an Kopf und Rücken.
Er schoss ganz offensichtlich aus Spaß am Töten, denn Schaden hatte ihm das Tier in seinem Garten nicht verursacht, es war ihm ja nur wenige Minuten zuvor begegnet. Auch war erkennbar, dass es sich um ein Tier mit einem Besitzer handeln musste; es war gesund, gepflegt und an Menschen gewöhnt.

Der angeschossene Louis
Der Täter überließ das schwer verletzte Tier seinem Schicksal. Wie lange es brauchen würde, eines qualvollen Todes zu sterben, war ihm gleichgültig und das, obwohl andere noch nach dem Tier suchten.
Louis wurde zum Tierarzt gebracht und gegen den Täter Strafanzeige erstattet.
Das Auge konnte dem Tier nicht erhalten bleiben, wohl aber sein Leben.
Und jetzt hat er ein wunderschönes.


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